Vater und Sohn im Jahre 2322

Aktualisiert: 9. März


Sohn: Papa erzähl mir doch nochmal von 2022 als es noch Krieg auf Erden gab und warum das überhaupt so war.

Vater: Ja weißt du Sohn, damals hatten die Menschen noch nicht verstanden. Sie hatten noch nicht gelernt wie Frieden geht und hatten noch kein Bewusstsein dafür.



Sohn: Aber was Papa, was hatten sie denn noch nicht verstanden?


Vater: Ach mein Sohn, wo soll ich beginnen? Sie hatten noch nicht verstanden:

Dass Frieden weder durch Waffen noch durch Kampf erreicht werden kann.

Sie wussten nicht, dass Krieg und Frieden eine Geisteshaltung ist und keine Aktion.

Sie bemerkten nicht, dass auch sie selbst täglich im Krieg waren. Mit ihren Chefs, ihren PartnerInnen, Mütter mit Kindern und Kinder mit Eltern. Und alle miteinender, mit der Realität. Sie wussten nicht, dass bereits Krieg entsteht, wenn sie die Realität anders haben wollen, als sie ist.

Massenweise haben sie auf brutalste Art Tiere geschlachtet und die Natur mit Giften ausgelöscht und gleichzeitig geglaubt, sie lebten in Friedenszeiten.

Sie glaubten, dass sie Land durch kaufen besitzen können, das gab ihnen Sicherheit.

Sie wussten nicht, dass alles mit allem verbunden ist und die Menschheit eins ist.

Damals haben sie nach Ländern und Herkunft unterschieden und bewertet.

Wenige Menschen haben sehr viel besessen und sehr viele Menschen hatten viel zu wenig.

Sie haben an Supermarktkassen, beim Bäcker und auf der Autobahn gegeneinander gekämpft um schneller höher weiter und darum wer am meisten und zuerst...was auch immer.

Sie haben einfach noch nicht gewusst, mein Sohn, wie leben geht. Dass es dafür nichts braucht, weil alles bereits da ist. Das Sicherheit eine Illusion ist und, dass das daran festhalten sie unfrei macht.

Den schlimmsten aller Kriege jedoch haben sie gegen sich selbst geführt - Jeder gegen sich! Sie fanden sich zu dick, zu alt, zu wenig erfolgreich, zu wertlos, nicht gut genug, einfach nicht liebenswert. Sie konnten sich damals noch nicht selbst lieben und waren auch deshalb im ständigen Krieg mit dem Außen. Sie wussten nicht, dass sie perfekt sind, so wie sie sind.


Und weißt du, mein Sohn, sie waren so unschuldig. Sie hatten es nie anders gelernt. Sie wussten einfach nicht, das es in ihren eigenen Händen lag, in denen eines jeden Einzelnen, Kriege zu beenden. Sie wussten nicht, dass sie ihre Gedanken nicht glauben müssen, dass sie sie hinterfragen können. Und, dass ihr Groll auf den Anderen nur die Projektion ihrer eigenen Innenwelten ist. All das hatten sie nie gelernt, sie haben es einfach nicht gewusst. Und es wurde ihnen nie beigebracht, wie unendlich wichtig dies ist.

Ja mein Sohn, so war das damals im Jahre 2022.


Sohn: Und Papa, erzähl mir nochmal das mit dem Tod.


Vater: Ach Sohn, das war damals der größte Irrtum und hat so unendlich viel Leid über die Menschheit gebracht. Damals glaubten sie, dass der Tod etwas Schlimmes ist. Das er hinausgezögert werden muss und am besten sogar zu vermeiden wäre. Sie hatten große Angst vor ihm. Sie dachten, dass mit dem Tod alles zu Ende ist oder sie danach für ihr Leben zur Rechenschaft gezogen würden.


Sie glaubten wenn sie nicht darüber sprächen, dann gäb es den Tod nicht, dann würde er seinen Schrecken verlieren. Das Gegenteil war jedoch der Fall. Und auch das haben sie einfach noch nicht gewusst.


Sohn: Ach Papa. Die armen, armen Menschen damals. Ich bin so froh, dass ich heute leben darf. Heute, wo wir wirklich Frieden haben und all das wissen und leben. Und ich wünsche mir, es hätte nie - nie - nie Kriege gegeben.


Vater: Ja mein Sohn, dass verstehe ich. Bedenke jedoch, hätten die Menschen damals nicht die Kriege erlebt, hätten sie nicht diese Erfahrungen gemacht. Dann hätte die Menschheit wohl nie gelernt und unser Frieden heute wäre vielleicht unmöglich.


Sohn: Papa du meinst….

Vater: Ja mein Sohn.

Papa, ich liebe dich. Ja, mein Sohn ich liebe dich auch.

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